Gute Arbeit

Wir wollen für mehr gute und sichere Arbeit sorgen. Arbeitsverträge sollen nur in Ausnahmefällen vom Arbeitgeber befristet werden können. Schließlich brauchen gerade junge Menschen eine verlässliche Perspektive, wenn sie eine Familie gründen wollen. Zu guter Arbeit gehört auch, flexible Arbeitszeiten zu ermöglichen, statt dauer hafte Verfügbarkeit. Die Digitalisierung bietet dafür neue Chancen. Diese wollen wir nutzen, die Arbeitnehmer aber gleichzeitig vor digitalem Dauerstress schützen. Für die immer noch zu vielen Langzeitarbeitslosen wollen wir einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor schaffen und so Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren.
Der Mindestlohn

Wer hart arbeitet, muss von seinem Lohn auch leben können. Die SPD hat deshalb in der Großen Koalition den Mindestlohn durchgesetzt. Damit wollen wir dem Lohndumping ein Ende bereiten und einer faire Wirtschaft näher kommen. Fast vier Millionen Frauen und Männer profitieren nun davon und haben auf ihrem Lohnzettel mehr Geld.

Mit Beginn des Jahres 2017 ist der Mindestlohn von 8,84 Euro gestiegen.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Gleiche Arbeit, gleiche Leistung, aber nicht der gleiche Lohn. Wie kann das sein? Vor allem Frauen bekommen oft weniger als ihre männlichen Kollegen. Oft wissen sie es nicht mal. Daher sorgen wir dafür, dass Lohnunterschiede transparent gemacht werden müssen und damit einklabar werden.

Gegen Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen

Die meisten Unternehmen wissen gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schätzen – und bieten gute Arbeitsbedingungen. Aber es gibt auch andere, die ihren Profit rücksichtslos auf Kosten der Beschäftigten steigern wollen: Untertarifliche Bezahlung, schlechte Arbeitsbedingungen. Davon sind besonders Leiharbeiter und Zeitbeschäftigte betroffen, die nicht eingesetzt werden, um Auftragsspitzen abzudecken – sondern als billiger Ersatz für die Stammbelegschaft. Das ist Missbrauch. Und das werden wir stoppen.

Die neuen Regelungen sehen vor, Arbeitgeber zu verpflichten, den Betriebsrat über den Einsatz von Leih- und Zeitarbeitern zu informieren. Sie sollen außerdem bereits nach neun Monaten den gleichen Lohn wie die Stammbelegschaft bekommen. Und: Den Einsatz von Zeit- und Leihbeschäftigten als Streikbrecher werden wir gesetzlich verhindern.