Familien

Ob alleinerziehend, verheiratet oder nicht, ob Patchwork- oder Regenbogenfamilien, Familien sind unsere Zukunft und müssen besonders gefördert werden. Dafür braucht es gesellschaftliche Rahmenbedingung, Rahmenbedingungen von denen sie profitieren. Mein Ziel ist es, dass jede Familie für sich individuell entscheiden kann, wie sie ihre Zeit verbringt und wie sie leben möchte. Dafür gibt es verschiedene Stellschrauben, die wir noch anpassen und verbessern müssen. Ich möchte dafür sorgen, dass Familie und Beruf, nicht nur miteinander vereinbar sind, sondern man beides zusammen genießen kann. Das möchte ich durch ein Familiengeldsplitting, Familienarbeitszeit, und Beratungsangebote umsetzen.

Wir sorgen dafür, dass Familie, Beruf und Pflege besser zusammengehen und ermöglichen es, berufliche und familiäre Aufgaben gerecht aufzuteilen. Außerdem entlasten wir Eltern, indem wir Kitas kostenlos machen und in Ganztagsschulen investieren. Für uns ist Familie dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen – von der Ehe zwischen Mann und Frau, über den alleinerziehenden Vater bis zum lesbischen Paar. Familie ist Lebensmittelpunkt. Und glückliche Familien, die ohne Sorgen leben können, geben uns Kraft für die Zukunft.

Mehr Zeit für Familie: Familienzeit und -geld

Die Familienarbeitszeit für Kinder ist ein neues Angebot für junge Eltern, die sich gemeinsam ums Kind kümmern und engagiert im Beruf sein wollen. Wenn Eltern ihre Arbeitszeit reduzieren möchten, erhalten sie das Familiengeld. Es beträgt jeweils 150 Euro monatlich für beide Eltern und wird bei einer Reduzierung der Arbeitszeit auf je 75 bis 90 Prozent der tarifvertraglichen Vollzeit für bis zu 24 Monate gezahlt.

Pflegearbeitszeit mit Familiengeld für Pflege

Wer aufgrund der Pflege von Angehörigen seine Arbeitszeit reduzieren möchte, erhält das Familiengeld für Pflege. Es beträgt 150 Euro monatlich (bei einer Reduzierung der Arbeitszeit auf 75 bis 90 Prozent der tarifvertraglichen Vollzeit) und kann beispielsweise an Sohn und Tochter bezahlt werden.

Pflegefreistellung mit Lohnersatzleistung

Pflegende Angehörige sollen sich länger vom Beruf freistellen lassen könne und dafür einen Ersatz für den Lohn erhalten. Pflegende Angehörige sollen ihre Arbeitszeit für bis zu drei Monate zum Teil oder vollständig reduzieren und erhalten in dieser Zeit eine Lohnersatzleistung, die sich in Höhe und Umfang am Elterngeld orientiert. Diese dreimonatige Pflege-Freistellung erfolgt als ein weiterer Schritt, nachdem bereits in dieser Legislaturperiode das Pflegeunterstützungsgeld bis zu zehn Arbeitstage für den akut eingetretenen Pflegefall eingeführt wurde.

Ausbau der Kita-Betreuung und Rechtsanspruch auf Ganztagsschule

Wir werden die Kita-Gebühren schrittweise abschaffen. Zudem brauchen wir mehr Investitionen in die Betreuung am Nachmittag und außerhalb der traditionellen Öffnungszeiten. Wir führen einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Kita- und Grundschulkindern ein – mit finanzieller Beteiligung des Bundes. Wir werden mehr in die Qualität von Kitas und in qualifiziertes Personal investieren. Durch ein bundesweites Qualitätsgesetz werden wir die Qualität der frühkindlichen Bildung verbessern.

Familienleistungen, die dort ankommen, wo Kinder sind

Wir treten dafür ein, dass Familien mit Kindern stärker unterstützt werden. Die Besteuerung von Familien mit Kindern werden wir reformieren und das Ehegattensplitting modernisieren.

Für neu geschlossene Ehen führen wir den Familientarif ein. Eheleute werden auch hier künftig gemeinsam veranlagt. Der Ehepartner oder die Ehepartnerin mit dem höheren Einkommen kann einen Betrag von bis zu 20.000 Euro auf den anderen Ehepartner übertragen. Es bleibt also auch beim neuen Tarif ein Splittingvorteil. Zusätzlich wird jedem Elternteil pro Kind 150 Euro Kinderbonus jährlich als Abzug von der Steuerlast gewährt – also von dem Betrag, der letztlich ans Finanzamt gezahlt wird. Eltern mit drei Kindern können allein mit dem Kinderbonus 900 Euro im Jahr sparen. Heutige Ehen können zwischen dem bisherigen System des Ehegattensplittings und unserem neuen Familientarif mit Kinderbonus frei wählen. Um den veränderten Lebenswirklichkeiten gerecht zu werden, sollen darüber hinaus auch alle unverheirateten Eltern und Alleinerziehende den Kinderbonus bekommen. Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass jedes fünfte Kind armutsgefährdet aufwächst. Wir werden der Armut von Kindern und ihren Familien entgegenwirken. Dazu wollen wir ein nach Einkommen und Kinderzahl gestaffeltes Kindergeld einführen und das Kindergeld mit dem Kinderzuschlag zusammenführen.

Das haben wir für Sie erreicht

Ehe für alle:
Zwölf Jahre lang hat Angela Merkel die „Ehe für alle“ blockiert. Nun ist sie umgefallen. Gemeinsam mit Grünen und Linken konnte die SPD auf den letzten Metern der Legislaturperiode das durchsetzt, was CDU und CSU in den Koalitionsverhandlungen blockiert haben: Damit jedes Paar, das sich liebt, heiraten kann und das volle Adoptionsrecht erhält!

ElterngeldPlus
Das ElterngeldPlus bedeutet mehr Wahlfreiheit und oft auch mehr Geld für die Eltern von jährlich rund 650.000 neu geborenen Kindern. Es eröffnet neue Freiräume für Familien und unterstützt diejenigen, die Familien- und Erwerbsarbeit untereinander aufteilen wollen. Wer Elterngeld beziehen und gleichzeitig in Teilzeit arbeiten möchte, hat seit Juli 2015 mehr Wahlmöglichkeiten. So verdoppelt das ElterngeldPlus den Zeitraum für die Lohnersatzleistung auf 28 Monate. Wenn sich Eltern die Betreuung ihres Kindes teilen und in dieser Zeit 25 bis 30 Stunden pro Woche arbeiten, gibt’s zusätzlich einen Partnerschaftsbonus: vier Monate ElterngeldPlus oben drauf.

Unterstützung für Alleinerziehende
Wenn nach einer Trennung der Ex-Partner nicht zahlen will, wird‘s finanziell eng. Das geht vor allem zu Lasten der Kinder. Wir haben entscheidende Verbesserungen bei den Unterhaltsregelungen durchgesetzt:

  • Die Altersgrenze der Kinder, für die der Staat einen Unterhaltsvorschusszahlt, wird von 12 auf 18 Jahre angehoben.
  • Die zeitliche Befristung einer Vorschusszahlung von bislang 6 Jahren wird abgeschafft.

Alleinerziehende werden steuerlich deutlich besser gestellt als bislang, indem wir für sie den Steuerfreibetrag erhöht haben. Sie profitieren zudem von den Partnermonaten beim ElterngeldPlus. Das Recht auf familienorientierte Arbeitszeiten wie auch der Ausbau der Kitabetreuung erleichtern ihren Alltag.

Besserer Mutterschutz
Wir haben den Mutterschutz modernisiert: Künftig gilt der Mutterschutz auch für Studentinnen und Praktikantinnen. Außerdem haben wir den Mutterschutz für Mütter von Kindern mit Behinderung verbessern können. Sie sollen die Möglichkeit haben, ihre Schutzfrist um 4 Wochen zu verlängern, auf 12 Wochen – so wie es sie bereits für Frühund Mehrlingsgeburten gibt.

Familienpflegezeit
Das Pflegezeitgesetz bringt mehr Rechte für Angehörige der rund 2,6 Millionen Pflegebedürftigen im Land. Die Möglichkeit, sich bis zu zwei Jahre von der Arbeit freistellen zu lassen, hilft die Frage „Job oder Pflege eines Angehörigen?“ erst gar nicht aufkommen zu lassen. Denn so bleibt manchem erspart, seinen Beruf aufzugeben. Das hilft auch den Arbeitgebern, denn ihnen bleiben wichtige Fachkräfte erhalten. In akuten Fällen ist in den ersten zehn Tagen eine Auszeit vom Job mit Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatz möglich. Wer pflegt, kann sich in Zukunft auch bis zu sechs Monate freistellen lassen oder seine wöchentliche Arbeitszeit für bis zu 24 Monate reduzieren – bei einer verbleibenden Arbeitszeit von 15 Stunden pro Woche. Lohnausfälle können durch ein zinsloses Darlehen ausgeglichen werden.