Bildung

Bildungspolitik liegt mir besonders am Herzen. Deshalb habe ich auf die Arbeitsgemeinschaft für Bildung im Landesverband Baden-Württemberg mitgegründet und bin seit dem im Vorstand aktiv. Eine gute Bildungspolitik ist die Grundlage für ein modernes und gerechtes Land. Kaum ein anderes Politikfeld beeinflusst Erfolgschancen und Wohlergehen im späteren Leben so sehr wie die Bildungspolitik. Deshalb liegt sie mir ganz besonders am Herzen. Wenn wir es hier nicht schaffen, Chancengleichheit herzustellen; wenn wir es nicht schaffen, hier gerecht zu sein, dann haben wir ein echtes Problem.

Egal ob Kita, Schule, Aus- und Weiterbildung oder Studium, der Bildungserfolg darf nicht vom Geldbeutel der Eltern und dem Viertel, in dem ich wohne, abhängen, sondern ausschließlich von meinem eigenen Lernerfolg. Dafür brauchen alle Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder in eine kostenlose Kita zu geben. Auch dafür werde ich streiten. Insbesondere im ländlichen Raum, aber auch in der Stadt, muss der Mangel an Betreuungsplätzen behoben werden.

 

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Mehr Geld für mehr Chancengleichheit

Chancengleichheit heißt: Alle Mädchen und Jungen sollen den gleichen Zugang zu Bildung haben, unabhängig davon, wie viel Geld ihre Eltern verdienen, in welchem Stadtteil sie aufwachsen, ob sie eine Behinderung haben oder nicht. Das alles darf nicht über die Bildungschancen entscheiden.

Für mich gibt es ohne gute Bildung keine gute Zukunft. Darum stehe ich dafür, mehr Geld für Bildung zur Verfügung stellen. Der Bund muss sich stärker an der Finanzierung von Kitas, Schulen und Universitäten beteiligen.

BAföG-Erhöhung - nicht nur was für Studis

Vom Seminar zur Vorlesung, noch kurz in die Bibliothek, bevor es zum Nebenjob geht. Aus eigener Erfahrung weiß ich: für viele Studentinnen und Studenten bedeutet arbeiten neben der Uni weniger Zeit zum Lernen. Die SPD hat dafür gesorgt, dass die BAföG-Förderung zum Wintersemester 2016/2017 deutlich angehoben wird. Zudem werden von diesen Leistungen rund 110.000 junge Menschen zusätzlich profitieren können. Sechs Milliarden Euro wurden mobilisiert und damit die finanzielle Lage von 17,3 Millionen Schülerinnen, Schüler, Studentinnen und Studenten verbessert.

Ich bleibe bei der Überzeugung: Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Im Hochschulbereich können Bund und Länder schon jetzt besser zusammenarbeiten, weil 2015 das Kooperationsverbot gekippt wurde. Das will ich nun auch für die Schulen erreichen.

Mehr Kita-Plätze, flexiblere Betreuungszeiten

Eine gute Kinderbetreuung braucht bessere und einfach mehr Kita-Plätze. Auch die Öffnungszeiten müssen sich ändern. Denn unsere KrankenpflegerInnen, PolizistInnen, Feuerwehrleute und alle anderen, die zu unregelmäßigen Zeiten arbeiten, sollen sich darauf verlassen können: Für unsere Kinder gibt es eine gute Betreuung.

Dafür will ich einen Rechtsanspruch auf kostenlose Ganztagsbetreuung von Kita- und Schulkindern. Damit das gelingt, soll der Bund deutlich stärker in die Finanzierung einsteigen.

Volle Verantwortung: Die Arbeit von Erzieherinnen und Erziehern in der Kinderbetreuung ist anspruchsvoll. Mit viel Einsatz begleiten sie unsere Kinder und geben ihnen für ihr weiteres Leben viel mit. Damit sie das gut machen können, will ich sie entlasten. Wir brauchen wir mehr Stellen in der Kinderbetreuung. Außerdem verdienen Erzieherinnen und Erzieher mehr Wertschätzung, mehr Anerkennung und am wichtigsten: eine bessere Bezahlung.

Digitale Bildung – für selbstbestimmte Teilhabe

Nur wenn wir digitale Bildung in unseren Schulen integrieren, ermöglichen wir unseren Kindern eine selbstbestimmte und aktive Teilhabe an der Gesellschaft. Immer mehr Lebensbereiche sind von der Digitalisierung bestimmt; daher brauchen wir Kompetenzen, um mit dem technischen Fortschritt bewusst und reflektiert umgehen zu können. Dies muss sich auch im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung und seiner Lehrkräfte niederschlagen. Lehrpläne sollen modernisiert werden. Programmieren und „computational thinking“ sind als zentrale Lerninhalte zu sehen.

Dafür fordere ich einen Aktionsplan, in dem Bund und Länder arbeitsteilig die digitale Ausstattung, die Bildungsinhalte und die Bildungsformen gemeinsam nach vorne bringen. Bund und Länder müssen gemeinsame Schritte zum Ausbau der digitalen Bildung vereinbaren. Dazu gehören Investitionen in die notwendige Infrastruktur, Maßnahmen zur Entwicklung einer gemeinsamen Digitalisierungsstrategie, gemeinsamer Aufbau von Lernplattformen, von Lernsoftware und digitale Reformen in der Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte.

Seit ihrer Gründung arbeite ich in den Vereinen Selbstbestimmt Digital und D64 Zentrum für digitalen Fortschritt bereits an diesen Themen mit. Ich möchte diese Ziele mit Ihnen und für Sie verwirklichen.

Ganztagsbetreuung – jedes Kind hat ein Recht darauf

Der Bildungserfolg unserer Kinder wird bereits in den frühen Jahren festgelegt. Deshalb sage ich: Wir brauchen ein Recht auf Ganztagsbetreuung für jedes Kind! Und genug Geld, um diese so gut wie möglich zu gestalten.

Es gibt meiner Ansicht nach einen großen Bedarf für mehr Sozialarbeit an unseren Schulen, damit sich jeder und jede gut aufgehoben fühlt. Der Geldbeutel darf nicht länger über die Zukunft der Kinder entscheiden; sondern ihr Können. Daher weg mit allen Gebühren! Bildung ist ein Grundrecht. Das darf nichts kosten.

Mehr Unterstützung in der dualen Ausbildung/Lehre

Gleiche Bildungschancen für alle heißt auch: Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Ausbildung. Darum werden angehende Meister und andere Fachkräfte spürbar mehr staatliche Fortbildungsförderung bekommen. Die Erhöhung des Meister-BAföG ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Das reicht mir noch nicht: So soll der Zuschuss zum Unterhalt deutlich erhöht und die Darlehensförderung gestärkt werden, damit die Ausbildung zum Meister, Techniker oder Fachwirt noch attraktiver wird.